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Bisherige Route:
Aug-Nov 18: La Rochelle-Spanien (Baskenland, Galizien)-Portugal
Dez 18-Mrz 19: Überwinterung in Lagos (Portugal)
Apr-Mai 19: Andalusien, Tanger, Gibraltar
Mai-Jun 19: Porto Santo, Madeira
Jul-Sept 19: Azoren
Okt 19-Jun 20: Überwinterung & Corona-Reisepause in Lagos
ab Jul 20: Kanaren
2021-2023: pendelnd Kanaren - Madeira -Azoren
2024: Kanaren - Madeira - Azoren - Nordspanien - Frankreich, Bretagne
2025: Bretagne

Eine Reise geht zu Ende - ein neues Kapitel beginnt

14/9/2026

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Bye bye, OKOUMÉ!










ein neuer Lebensabschnitt
In einem der ersten Beiträge dieses Blogs hatten wir geschrieben, dass es manchmal im Leben Zeit sei, loszulassen. Damals gaben wir die bequeme Wohnung in Seegräben auf, verkauften und verschenkten unseren Hausrat, kündigten unsere Jobs und zogen auf unser neues, schwimmendes Zuhause. Nun, rund 8 Jahre später, heisst es wieder Abschied nehmen: Wir haben unsere OKOUMÉ verkauft.

Das Wissen darüber, dass die neuen Eigner sehr sympathisch sind und unser Boot in gute neue Hände gekommen ist, macht den Abschied etwas leichter. Und doch: Vom ersten Gedanken bis zum endgültigen Entschluss des Verkaufs hat es über zwei Jahre gedauert. Die Entscheidung, unsere OKOUMÉ loszulassen, war nicht einfach. So ein schönes und gutes Boot, das uns so sehr zusagt, werden wir nur sehr schwer wiederfinden – wenn überhaupt! Und doch hat alles seine Zeit.

In den ersten Jahren unserer Reise wohnten wir 100%-ig auf dem Boot; später kam das La Palma-Projekt und wir fingen an, zwischen Boot und Land hin und her zu pendeln. Wir mussten feststellen, dass diese Art des Reisens nicht unserem Wesen entsprach. Wenn schon leben an Bord, dann richtig. Die Törns mit der OKOUMÉ erhielten immer mehr den Charakter einer Ferienreise. Das Gefühl des Weltenbummler-Daseins, der Lebensstil des Fahrtensegelns, ging für uns mehr und mehr verloren und wir merkten, dass uns etwas fehlte. Auch schien uns, dass sich die Fahrtenseglerszene an sich im Wandel befand und uns nicht mehr wirklich ansprach. Oder waren es bloss wir, die sich verändert hatten? Auch das unbeständige Wetter machte uns zu schaffen: Zu grossen Überfahrten aufzubrechen, brauchte immer mehr Überwindung.

Mit OKOUMÉ verbinden wir so viele Erfahrungen und bewegende Momente, die uns in Erinnerung bleiben werden und die uns niemand nehmen kann. Wir haben neue Freundschaften geschlossen, Hindernisse überwunden, sind teilweise an unsere Grenzen gekommen, haben uns in Demut geübt gegenüber den Naturgewalten, sind neue Wege gegangen und immer wieder positiv überrascht worden. Auf See gab es Momente der Euphorie, das Gefühl absoluter Geborgenheit, innerer Zufriedenheit und Zugehörigkeit, aber auch bange Augenblicke der Niedergeschlagenheit und Erschöpfung, die es zu überwinden galt. Die Zeit an Bord hat uns eine gewisse Ruhe und Gelassenheit gelehrt und uns gezeigt, dass sich der Lebensweg mit einer Prise Humor und Offenheit viel einfacher gehen lässt – wohin auch immer er führt.

OKOUMÉ war unser Zuhause.

Und: OKOUMÉ hat uns nach La Palma gebracht, wo wir ein neues Kapitel aufgeschlagen haben.

Buen viaje, OKOUMÉ, fair winds and following seas für dich und deine Crew auf all deinen weiteren Reisen.
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